petrus ratajczyks atomare batterien sind nun auch leer

16Apr10
Fallout: Rock Hard (Single, 1981)

Fallout: Rock Hard (Single, 1981)

so, schon wieder einer weniger: Petrus T. Ratajczyk, besser bekannt als Peter Steele, und noch besser bekannt als der frontmann und kopf von Type O Negative, ist tot. (diesmal echt!) er starb vor zwei tagen an einem herzinfarkt, mit gerade mal 49 jahren. type o negative war zwar nie wirklich meine lieblingsband, aber die Bloody Kisses habe ich mir eine zeitlang sehr gerne angehört. da war ich aber noch jung.

als peter steele so jung war wie ich damals, sang und basste er (zusammen mit dem type o negative-keyboarder und produzent Josh Silver) in einer band namens Fallout, die nur eine single herausbrachte — so eine art doomiger metal mit synthie-einschlag. während die a-seite recht nervig ist, überzeugt die b-seite durch steeles extrovertierten gesang, in dem man die negativen nulltypen schon ein wenig raushören kann:

Fallout: „Batteries Not Included“ (4:12)

der text ist wirrer science fiction-kram mit satanischen cyborgs, psychotischen computer und der geradezu prophetischen textzeile:

Your atomic batteries can’t go on forever

hm, obwohl, jetzt wo ich ganz doll darüber nachgedacht habe, ist das nicht wirklich eine umwerfende prophezeiung, sondern eher eine allerweltsweisheit. dennoch: da ist was wahres dran, kein zweifel.

Playgirl August 1995

Playgirl August 1995

nach der single (komplett zu hören z.b. über 7inchpunk) löste sich die combo alsbald auf, und Steele machte einige jahre mit den thrash-metallern Carnivore weiter, bevor er 1990 dann Type O Negative gründete und spätestens mit Bloody Kisses und dem Hit „Black No. 1“ dann so richtig fett erfolg hatte. die band bringt seitdem in erstaunlicher regelmäßigkeit etwa alle drei jahre eine neue platte heraus, die mich persönlich aber alle nicht sooooo interessieren — meine frau schon eher, gilt Steele doch als  frauenschwarm (frauen haben manchmal einen komischen geschmackt).

was zu folgender lustigen episode führte: 1995 posierte Steele für das us-magazin Playgirl, u.a. mit erektion (go st. pauli!), und erschien als Mann des Monats auch auf dem cover. (übrigens konnte man in derselben ausgabe auch keith richards nack bestaunen — eine erschreckende vorstellung.) nachdem man ihm aber erzählt hatte, dass die leserschaft mitnichten aus frauen, sondern zu einem großen teil aus schwulen bestand, fühlte er sich bemüßigt, seine mannesehre durch das schreiben eines songs „I Like Goils“ wiederherzustellen (mit der schönen textzeile My tattooed ass reads ‚exit only‘ — ja, im texten macht ihm so schnell keiner was vor).

ob der peter wohl in den himmel kommt? die chancen stehen gut, bekennt er sich doch seit 2007 zu ratzingers kinderschändersekte. tja, als echter satanist wusste er halt, wo das wahre böse steckt.

Peter Steele

Peter Steele -- ein echter Wonneproppen!

egal. mach’s jut peter, wo immer du bist! BLACK BLACK BLACK BLACK NUMBER ONE, OUONE!

bonus heute: Fakten an euren Fingerkuppen. geht’s euch wie mir? zwar hattet ihr vor fantastilliarden jahren bio, könnt euch aber ums verrecken nicht mehr daran erinnern, was an der blutgruppe 0 negativ so besonders sein soll, dass sich eine metalband danach benennt? nun, ich bin dieser frage nachgegangen: 0 negativ hat die besondere eigenschaft, dass leute dieses bluts „universalspender“ sind, d.h. ihr blut ist für alle gut, während sie andersrum nur blut der blutgruppe 0 negativ vertragen. wieder was gelernt!



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