meine sommeranfangs-lieblingsmelodie

29Apr10
The Breeders: Lash Splash (1993)

The Breeders: Lash Splash (1993)

erinnert sich noch jemand an die Breeders? nö? schade! denn wie jedes jahr, wenn der winter sich allmählich verzieht und man bei offenem fenster vorm rechner sitzen kann (rausgehen? pfui!), krame ich ihre Last Splash heraus und höre — und staune, jedes mal auf’s neue, wie genial einfach gut diese platte doch immer wieder ist. nur ein beispiel:

Breeders: „Saints“ (2:32)

als ich diese platte auf anraten eines freundes das erste mal hörte, fand ich sie irgendwie komisch. nicht schlecht, aber… auch nicht wirklich gut… irgendwie komisch halt. und so war’s auch beim zweiten, dritten und vierten hören. irgendwann aber machte es klick, und fortan gehörte dieses album zu meinen absoluten all-time-greatest. vor allem wenn die sonne scheint, und ganz besonders zum autofahr’n. (man sollte sich nicht von dem ekligen cover abschrecken lassen — das cover ist definitiv das schlechteste an der platte.)

was macht Last Splash so besonders? nun, genau kann ich’s nicht sagen — ich habe immer dieses problem mit musik, die mir ganz besonders am herzen liegt. ich mag einfach alles: den gesang mit diesem little girlie-charme und seltsamen texten mit zeilen wie „no bye, no aloha — gone with a rock promoter“; die wunderbar schrebbeligen gitarren, immer wieder mit hawaiian slide-einflüssen; das rumpelnde schlagzeug, dem man anhört, dass die schlagzeugerin wenig übung hat; der prägnante bass. das ganze zusammengehalten durch ein wunderbares songwriting, das sich bewusst der einfachheit verschrieben hat.

eines der highlights der platte ist sicherlich der einzige größere hit der breeders, ihr geniales „Cannonball“, aber wie gesagt — Last Splash ist durchweg grandios. und auch abwechslungsreich, mit dem herrlichen surfoiden instrumental „Flipside“ oder den eher psychedelisch anmutende songs wie „Roi“ oder „Mad Lucas“, oder dem wunderschönen ruhigen country-song „Driving on 9“ (eine coverversion von Ed’s Redeeming Qualities). dazwischen zu den besten songs aber gehören songs wie „Saints“, „No Aloha“ oder „Divine Hammer“, die man nicht anders als schnörkellose, schrebbeligen, intelligenten mädchen-indie-rock nennen kann — ein begriff, der in den 1990ern noch nicht negativ besetzt war.

Die Breeders — 1988 gegründet als nebenprojekt der Pixies-bassisten Kim Deal und der Throwing Muses-gitarristin Tanya Donelly — sind übrigens heute noch aktiv, haben weitere durchwachsene bis interessante platten herausgebracht (die letzte, Mountain Battles von 2008, bietet ein lustiges stück namens „German Studies“ mit deutschem text — das ich eigentlich viel eher hätte posten sollen, aber anzuhören ist es eh auf der Breeders’schen myspace-seite) und haben vor einigen tagen eine neue EP rausgebracht — limitiert und somit nur für eingeweihte erhältlich, weil jetzt schon ausverkauft.



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