satanischer stummfilm-porno

23Sep13

messe-noire_1928im anschluss an meinen politischen pornorap-post heute mal nichts musikalisches, sondern einfach mal ein stück filmgeschichte. wer den anblick sich paarender Homo sapiens sapiens nicht erträgt, die dazumal jetzt schon lange tot sind, der klicke besser nicht auf den folgenden link:

Messe Noire (Frankreich, 1928, 6 min)

ein 6-minütiger französischer stummfilm aus dem jahre 1928, der angeblich die initiation in eine satanisten-sekte darstellt, aber letztlich nichts anderes ist als ein kleiner aber feiner hardcore-porno, komplett mit auspeitschen, blut trinken, orgien, fötzelek und natürlich massig radioaktives gemüse aus dem weltall in großaufnahme — und einem der süßesten satans der filmgeschichte. niveaulos? jup. billig? aber hallo. schön? sicher net! aber dennoch, wie ich finde, kulturell bedeutsam, wie übrigens pornographie allgemein.

wenn man sich diesen film anschaut, wird klar, wie universell pornographie war und ist, und wie wenig sich in sachen porno in den letzten 85 jahren geändert hat (warum auch?). die haare sind vielleicht etwas weniger geworden, die brüste etwas künstlicher — ansonsten aber ist das (naturgemäß begrenzte) inhaltliche repertoire in diesem sexfilm von 1928 bereits vollständig enthalten. vielleicht war man damals aber noch etwas fantasievoller, was setting und umgebung angeht; vermutlich war pornographie damals aber noch subkultur und nicht milliardengeschäft. ich finde diesen film jedenfalls wesentlich fantasievoller und unterhaltsamer als das, was man sonst auf einschlägigen seiten zu sehen kriegt.

zu den gängigen vorurteile gegenüber pornographie (1. zerstörung von beziehungen, 2. anstiftung zur vergewaltigung, 3. erniedrigung der frau usw.) kann ich persönlich nur sagen, dass ich trotz gelegentlichen schmuddelkonsums 1. eine glückliche ehe führe, 2. noch nie jemanden vergewaltigt habe und auch nicht die geringste lust darauf verspüre, und 3. sich männer in pornos auch nicht gerade von ihrer besten seite zeigen.

auch empirische untersuchungen zeigen (etwas objektiver vielleicht :), dass leichtere verfügbarkeit von pornographie die rate an sexualverbrechen senkt oder zumindest nicht steigert (ganz im gegensatz zu strenger religiöser erziehung mit bestrafung von pornographie-konsum!), und desweiteren keinerlei korrelation mit frauenfeindlichkeit ausgemacht werden kann. lesenswert auch der artikel der „sex-positiven“ feministin Wendy McElroy über pornographie aus feministischer sicht.

zum schluss noch einige interessante fakten aus dem Scientist-artikel für euer nächstes blind date:

  • ein viertel aller besucher von pornoseiten tun es während der arbeit;
  • ebenfalls ein viertel sind weiblich.

und ebenfalls zum schluss probier ich jetzt mal das lustige umfrage-feature aus:



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