anton rote rose macht tempo
vielleicht wird’s ja noch was mit diesem blog. zumindest habe ich lust, der geneigten öffentlichkeit eine neue mutantenmelodie vorzustellen.
Anthony Red Rose: “Tempo” (3:30)
ein absoluter hammer. dancehall gilt ja meist als minderwertig, und oft stimmt das auch. doch bis ende der 1980er war dancehall einfach ein absolut interessantes, elektronisch-experimentelles genre, und dieses lied ist einer meiner all-time-favourites. vor allem dieser eigentlich absolut inakzeptable billige badezimmer-hall-effekt kommt hier einfach nur perfekt. düster-psychedelische elektronische tanzmusik ist nicht etwas, was man mit jamaika assoziiert.
ich kenne diesen — und viele weitere tolle dancehall-, reggae- und rocksteady-tracks — von der einzigartigen Tougher Than Tough-compilation. 4 cds, fette liner notes — nicht die billigste box, aber ich habe das investierte geld nie bereut; eine bessere einführung in die musik jamaikas kann ich mir nicht vorstellen.
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Schlagworte: düster
tv war: gesammelte werke
nach langer funkstille aufgrund geistiger umnachtung möchte ich hier auf vielfachen wunsch die gesammelten werke der berliner diy-heroen TV War zur verfügung stellen:
TV War: Berlin West (1980) [ep]
TV War: Marmor Stein + Eisen fliegt [mini-album]
wem das nichts sagt, von beiden werken hatte ich hier vor langer zeit schon songs online gestellt: “The Nightmare” von der single und “Bundeskanzler” vom album.
ob es in zukunft weitere posts geben wird, kann ich noch nicht sagen. lust ist vorhanden, zeit jedoch weniger, und auch die rechtliche situation bereitet mir sorgen.
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Schlagworte: album-download
atom smashers
so i’m switching to a totally new marketing strategy to make this blog TOP NO.1 among all people who now bout musik
all the german guys who onanate on new ware cmon guys fuck fuck fuck this is a a blog for myself and my new freind shub-niggurath
Atom Smashers: First Strike (1986)
stupid people call it ”EXPERIMENTAL HIP HOP” i just call is “GREAT INSANE SHIT”
cause its not available on the whole wirld wide fucking shitweb
it’s only 128kbits you assholes, but it’s the whole album so don’t come whining
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hallo! ich bin’s! der totgeglaubte schrottivogel! hier mit einem weiteren stückchen deutscher untegrundmusikgeschichte das nur mutanten interessiert!
die zeichenfolge “C³I” dürfte auch eingefleischtetstensten deutschpunk-fans kaum was sagen, und auch ich — der ja (wie jeder wissen sollte) der weltweit beste kenner der scene bin (oder zumindest (sicherlich) der mit dem besten geschmack (also objektiv objektiv meine ich jetzt) (klar!))) — kenne nur gerade mal zwei stücke! die aber erzielen beide 4,5 auf der nach oben geschlossenen schrottvogelmutantenmelodienskala. wobei folgendes lied der 5-sterne-marke bedrohlich nahe kommt:
C³I: Der Vergleich (2:53)
herrlicher punk’n'roll mit — achtung — einem sänger, der tatsächlich singen kann! und zwar (oh nein!) wie ein 80er jahre-metaller! ihr wisst schon, die mit den engen hosen und potenzproblemen. kein wunder, dass die band untergegangen ist, dieser frevel (punk + metal + 80s = semantix error) verzeihen einem jugendbewegungen nicht. noch dazu diese schrägen texte, die einem einfach nicht aus dem kopf gehen, also mir zumindest…
und so kommt eins zum anderen…
rate mal, wer bin ich denn?
Continue reading ‘rate mal, wer bin ich denn? na, c3i natürlich’
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Schlagworte: songtext, stimmwunder
so freunde, jetzt wird’s richtig schön! anlässlich des 66. jahrestages der befreiung des kzs bergen-belsen hier ein bericht der dort inhaftierten Charlotte Grunow, aufgenommen kurz nach übergabe des von leichen übersäten geländes an die briten am 15. april 1945. ich schätze mal, dass diese “not amused” waren.
ich muss aber dennoch empfindsame gemüter warnen: dieser bericht geht tatsächlich unter die haut.
Charlotte Grunow: Bericht über die Inhaftierung in Auschwitz und Bergen-Belsen (6:44)
eindringlicher kann man das brechreizerregende grauen nicht vermitteln, das durch den nazi-euphemismus “konzentrationslager” und pseudo-aufklärerischen reportagen wie die eines gewissen herrn Knopps verdeckt wird. meines erachtens sollte jeder aufrechte deutsche Charlotte Grunows bericht einmal gehört haben.
der bericht stammt von der cd Das Verbrechen hinter den Worten vom deutschen rundfunkarchiv, die neben diesem noch viele andere tondokumente zum holocaust aus den jahren 1930 bis 1964 zu bieten hat und die ich jedem wärmstens ans herz legen kann, der einen authentischen einblick in den damaligen mörderischen wahnsinn erhalten möchte.
ich habe bereits hier ein weiteres tondokument von dieser cd vorgestellt.
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Schlagworte: düster
rick abao: le jäger of churpfalz
gerade bin ich beim durchforsten meiner festplatte über einen meiner all-time-favorite-underdog-from-deutschland gestoßen, den ich schon längst hier mal posten wollte: Rick Abao. bekannt ist er vor allem durch seine unvergleichlichen internationalen interpretationen des volksliedes “Jäger aus Kurpfalz” über die freuden des jägerdaseins. ich könnt euch viel erzählen, aber am besten hört ihr es einfach selbst an:
Rick Abao: “Der Jäger aus Churpfalz” (live) (8:10)
das lied war in unserer familie ein absoluter über-hit; noch heute können meine geschwister und ich so ziemlich alle versionen a capella singen. einfach herrlich und super gekonnt, wie er das lied auf die verschiedensten weisen interpretiert, und auch die art und weise, wie er mit seiner gitarre umgeht. dufte. mein persönlicher favorit ist ja die brasilianische version — “brrt brrt”! oder die, ich sag’s mal vorsichtig, neger-version. oder — auch ganz großartig — die araber-version (“reitet durch die grüne, grüne sahara”). oder die spanische version — wie macht er dass mit dem beat, während er schrebbelt?! oder der funky jäger-blues… kurz: ganz, ganz große klasse, humoristisch wie musikalisch.
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Schlagworte: album-download, coverversion, gitarren, langer song, live, r.i.p., witzig
schonmal was von Gang War gehört? nein? aber von Johnny Thunders und MC5, hoffe ich… ja? na dann werdet ihr sicherlich genauso erregt sein wie ich, als ich erfuhr, dass Thunders und MC5-gitarrist Wayne Kramer 1979 ein kurzlebiges projekt ins leben riefen, eben Gang War. dass Gang War heutzutage völlig unbekannt ist, lässt sich nur aus der tatsache erklären, dass Gang War zeit ihres bestehens nichts veröffentlichte und kaum zwei Jahre später schon schluss war — nicht verwunderlich aufgrund des bekannten faibles der beiden für harte drogen.
glücklicherweise gab es in den 1990ern einige live-veröffentlichungen, unter anderem Street Fighting auf dem von mir sehr geschätzten französischen Skydog-label, das ausschnitte aus zwei konzerten enthält. bei dem ersten konzert in Montreal Ende ’79 zeigt das duo infernale, was in ihm steckt:
Gang War: “Endless Party” (live at Rock City, Montreal 1979)
was für eine unglaubliche energie, rotzigkeit, lebensfreude! ich liebte Johnny Thunders schon vorher (“Can’t Put Your Arms Around a Memory” bricht mir jedes mal das herz), aber seitdem ich diese platte gehörte habe, liebe ich ihn noch viel, viel mehr!
Continue reading ‘endlosparty mit wayne kramer und johnny thunders’
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Schlagworte: album, album-download, duett, live, wild







